Gitarrenbau Richard

   
 


 

 

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Richard baut übrigens leidenschaftlich gern eigene Gitarren und Bässe; leider ist Richard Linkshänder... und Ralf würde so gerne all die Schätze mal ausprobieren!!!

  Und hier Bilder der Eigenbauten!!!

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Vorwort zu den Bildern

Mai 2020

 

Die Abbildungen zeigen von mir selbst gebaute Saiteninstrumente. Reine Umbauten oder Verbesserungen meiner anderen Instrumente habe ich hier nicht aufgelistet.

 

Auf das Hobby Gitarrenbauen bin ich gekommen, da es die Instrumente die ich als Linkshänder gern einmal gespielt hätte, meistens nur gegen Aufpreis, oft aber gar nicht gibt. An den Wänden der Musikgeschäfte hing und hängt, wenn überhaupt, nur die sicherlich bereits bekannte schwarze Linkshänder-Strat. Rechtshänder können dagegen unter zahlreichen Industriegitarren auswählen.

 

Ich habe keine Ausbildung als Holzwurm, sondern vor längerer Zeit Elektromaschinenbauer gelernt. Daher bin ich insbesondere frei von der Vorstellung, das Umwickeln von Magneten mit Kupferlackdraht hätte etwas Mystisches. Arbeiten mit Holz macht Spaß und man wächst mit den Aufgaben. Wer einmal die Zeit auflistet, die gebraucht wird um ein Instrument zu bauen, kann die Preise handgefertigter Einzelstücke oder von Kleinserien nachvollziehen und lernt die Arbeit von Instrumentenbauern zu schätzen. Allein in den weiter unten erwähnten vier Lapsteels, welche an sich einfache Instrumente sind, stecken als Summe über 70 Stunden Arbeitszeit.

 

Schwierig gestaltet sich oft auch die Teilebeschaffung. Ich habe schon Sachen aus den USA erhalten, welche zwar in der Oberpfalz hergestellt wurden, aber in Deutschland nicht zu haben waren. Wenn etwas Linkes angeboten wird, sei es ein Instrument oder nur ein Teil, greift man dann oftmals zu. Insofern bin auch ich von der allgemein bekannten GAS Krankheit (Gear Aquiring Syndrom) befallen. Es sammelt sich dann natürlich im Laufe der Zeit so einiges an…

 

Entschuldigen möchte mich für die in den Bildunterschriften stehenden denglischen Bezeichnungen. Ich habe sie aber nach gründlicher Abwägung genutzt, da diese im Gitarrenbau des Öfteren verwendet werden. Der/die geneigte Leser/in wird mich hoffentlich verstehen.

 

Die an einigen Stellen genannten Firmen- und Produktbezeichnungen sind Eigentum der Inhaber der Rechte. Ich stehe mit den Firmen in keiner Verbindung und verwende die Namen nur zur weiteren Erläuterung und um z.B. Bauformen oder Eigenschaften zu beschreiben.

 

Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.

 

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E-Gitarren:


Nummer 1                Im Jahr 1975 gebaut, da ich mir als Schüler keine elektrische Gitarre leisten konnte. Gebrauchte Linkshänder Sachen gab es in Bremerhaven damals gar nicht. Leider habe ich eine Spanische Gitarre als Vorbild für Hals und Mensur genommen. Es handelt sich dabei eher um einen eingeleimten rechteckigen Squareneck ohne Spannstab. Die Gitarre ist eigentlich nur als Slidegitarre zu spielen. Spagettibünde und Plastiksattel ohne Einstellmöglichkeiten. Schaller Tonabnehmer. Könnte ich eigentlich in fünf Jahren als 50th-anniversary-Model noch einmal bauen.

 


ST                              Unter Verwendung von Rockinger Teilen Ende der 90er gebaut. Mein Wiedereinstieg zum Musik machen. Geölter und gewachster schwerer Erle Korpus, einteiliger geölter Ahorn Hals, Squier PU Set, Wilkinson Vibrato und Gotoh Klemm Mechaniken. Durch das Kupfer Schlagbrett und die Federkammer Abdeckung aus dem gleichen Material wurde sie noch schwerer, daher habe ich beides inzwischen durch nicht so edel aussehende schwarze Kunststoffteile ersetzt. 648er Mensur.

 


EX                              Durchgehender Hals aus Ahorn und Mahagoni. Hals- und Kopfplattenwinkel. Mahagoni Anleimer und Vogelaugenahorn Furnier für Decke und Kopfplatte. Rippenspoiler. Einfassungen (creme) an Griffbrett, Korpus und Kopfplatte. Palisander Griffbrett. Am Steg sitzt ein splitbarer Di Marzio Tonabnehmer. Der am Hals ist uralt, unbekannter Herkunft und hat eine heftige Ausgangsleistung. Regelung über fest eingestellte Klangregelung über R-C Glied und Lautstärkepoti. Gotoh Klemm Mechaniken und Schaller 3D6 Steg. Ähnlich schwer wie die ST (ich glaube beide würden nicht schwimmen). 628er Mensur.

 


Frankenstein          Guitarra universalis. Kurzfristig aus günstig erworbenen Teilen (nur das Schlagbrett war anzufertigen) zusammengeschraubt. Vintage Tremolo (soll eigentlich immer noch durch ein „Freud-Los“ Tremolo ersetzt werden, wenn mir mal eins zuläuft). P90, Singlecoil sowie splitbarer Klingen-Humbucker (Rockinger Blade Screamer). Palisander Griffbrett. Ist leicht und kann eigentlich alles. 648er Mensur.

 


Halbakustik             Mein erster Versuch ob man Holz biegen kann. Er ist geglückt. Wässern, und dann geduldig über ein mit einer Heißluftpistole erwärmtes Kupferrohr drücken. Sperrholz (wie eine bekannte Gibson von 1958) mit Deckenfurnier aus Vogelaugenahorn. Mittelblock. Eingeleimter, zweiteiliger Mahagonihals mit einer dünnen Ahorn Zwischenlage. Abalone (Imitat) Einfassung an Griffbrett, Kopfplatte Korpus und Schalllöchern. Meine ersten selbst gedrehten Tonabnehmer (Einspuler) mit Lederkappe im Goldrahmen. Die Tonregelung ist um fünf schaltbare Kondensatoren ergänzt. Schaller Einteiler Brücke mit Feinstimmer. Palisander Griffbrett mit 628er Mensur. Zurzeit ist ein „Nashville“-Satz als Besaitung drauf. (E, A, und D-Saite sind die Oktavsaiten einer zwölfsaitigen Gitarre). Das klingt dann so ähnlich wie eine Zwölfsaitige, hat aber nicht deren Intonations- und Stimmprobleme.

 


T                                 „Wenn Du Gitarre lernst, baue ich Dir eine E-Gitarre“ sprach ich leichtfertig zu meinem Sohn. Was soll ich sagen. Der Junge fängt an, ich baue das Teil und er hört wieder auf. Er spielt jetzt immerhin Schlagzeug. Nun habe ich eine E-Gitarre für Rechtshänder (Zur gelegentlichen Freude von Ralf und anderen Besuchern) an der Wand hängen. Auf ausdrücklichen Wunsch des erstgenannten Herren Gold Hardware. Einteiliger Ahornhals und gebraucht erworbener Korpus einer mir unbekannten Holzart (irgendein Vogeltrittholz zwischen Mahagoni und Limba). Da dessen Kanten ziemlich angefressen waren (das heißt heutzutage geaged oder so und kostet bei Industrieware Aufpreis), kamen oben und unten vor dem Lackieren noch Einfassungen (Tortoise) dran. 648er Mensur.

 


Mesocaster             Die Mesosphäre ist die Luftschicht über der Stratosphäre. Esche Korpus, mit Rippenspoiler. Eingefasste Ahorndecke (bookmatcht) mit meinem ersten Sunburst-Versuch. Versenkte Saitenführungshülsen auf der Rückseite. P90 Hals PU. Linkshänder (!!!) T-Saitenhalter von ABM mit zuregelbarem Piezo Tonabnehmer. Längenkompensierter Sattel aus Messing. Griffbrett aus Palisander mit Sternchen. 648er Mensur.

 


Kermitcaster           Der Name fiel mir angesichts der Farbe ein. Eigentlich hatte ich bei der Farbgebung zunächst an Pfirsich gedacht, konnte aber nirgendwo entsprechende Farbe finden. Ich habe beim Schleifen und Lackieren irgendwann aufgehört die Anzahl der Schichten zu zählen. Matched Headstock. Tesla Tonabnehmer. Versenkte Saitenführungshülsen und Rippenspoiler auf der Rückseite. Schlagbrett grey Pearl. 648er Mensur. Tolle Gitarre.

 


FLY XII                      Da ich noch nie eine elektrische Zwölfsaitige für Linkshänder in den Fingern hatte, schritt ich auch hier zur Selbsthilfe. Um das Instrument leicht zu gestalten, suchte ich nach einer kleinen Korpusform. Durchgehender Hals aus Ahorn und Mahagoni, Anleimer aus Platane. Splitbare Tesla Humbucker. Schaller M6 Mini Mechaniken mit leichteren Flügeln aus Perlmutt- und Bernstein-Imitat, um Kopflastigkeit zu vermeiden. Der Gotoh Saitenhalter mit Einstellmöglichkeit für alle zwölf Saiten (!) hat, da er „falsch herum“ montiert ist, dazu geführt, dass die Oktavsaiten wie bei einer Rickenbacker unter den jeweiligen Basssaiten liegen. Der Herr Tambourine Man lässt grüßen. Nullbund. 628er Mensur.

 


Senior                       Eigentlich sollte hier, wie bei der Vorlage, die Beschränkung auf das Wesentliche erfolgen. Ging gründlich daneben. Mahagonikorpus und –hals. Als Tonabnehmer dient ein P-Rails (Humbucker, P90 und Singlecoil PU in einem, die Umschalter stecken im Rahmen). Dazu Planet Waves Klemmmechaniken, ein Duesenberg RL Tremola, ein Rollensattel und ein durch das Ziehen des Lautstärkereglers aktivierbares Stimmgerät. Nach langer Suche gefundenes breites Binding, das wegen der Armabschrägung auf der Vorderseite erforderlich war. Das Halsbinding ist an den Bundenden hochgezogen. Rückseitige Lackierung dünn, offenporig, rot; die Vorderseite erhielt einen „Goldfinger“ Goldbelag. Das Griffbrett ist ein, wie die Rückseite lackiertes, Mahagonifurnier auf einer Kunststoffplatte.

 

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E-Lapsteels:

 


Lapsteel                   Ahornplanke mit Wenge gesperrt. Selbstgedrehter niederohmiger Tonabnehmer. Abalone Einlegearbeiten im Palisandergriffbrett. Die „Bünde“ sind eingelegte Ahorn Furnierstreifen. 585er Mensur.

 


Lapsteel RH                        Meine und zweite erste Serie. Vier, bzw. drei Stück. Hierfür mussten leider einige alte Treppenstufen sterben. Ahorn-, oder Mahagoniplanke, selbstgebaute Saitenhalter. Überwiegend Singlecoil-Tonabnehmer. Klangregelung durch unterschiedliche Kondensatoren. Die „Bünde“ sind eingelegte Ahorn Furnierstreifen. 585er Mensur.

 

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Akustisches

 


Meine CORONA.    Sie ist im Mai 2020 fertig geworden und war sehr lange Zeit mein klassischer Angstgegner. Um einen netten alten und aufwendig gefertigten Hals herumgebaut. Sie lag lange Zeit auf Eis, da die eingeleimte Schallloch-Rosette sich beim Schleifen leider wieder von der Decke getrennt hatte. Die TOM-Bridge ist mit Piezos bestückt. Dazu gibt es noch ein Mikro.

 

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E-Bässe:

 


Chevy                       Mein erster Bass. Als Designvorbild wurde der Heckbereich eines 57er Amischlitten verwendet. Blinkendes Rücklicht (kann auch auf Dauerlicht umgeschaltet werden). Das Kochrezept: Gebrauchter Ahornhals mit Palisandergriffbrett an extrem profilierter ex-Treppenstufe aus Mahagoni (war fast Bildhauerarbeit) mit rumliegendem Bass-Humbucker kombiniert. Nur Lautstärkeregelung. Gebaut um damit TIME WARP („it´s astounding“) zu spielen. Longscale. Vom Spielgefühl her in etwa wie ein Thunderbird zu bedienen, da die tiefen Lagen doch sehr weit außen sind.

 


EB                              Unter Verwendung eines gebrauchten rechtshändrigen EB0 Halses (das daran angeschraubte rot lackierte Sperrholzbrett habe ich weiter verkauft) und einer Teakholzplanke habe ich dieses Instrument gebaut. Durch den schweren Korpus ist der Bass weniger kopflastig als das Vorbild. Die Oberfläche besitzt eine Schelllack-Politur (mindestens 20 Lagen). Ich weis jetzt, warum Geigen so teuer sind. Der niederohmige Steg Humbucker ist selbstgedreht, die Potimuttern versenkt. Besonders nett finde ich den farblich perfekt mit dem red Pearl Schlagbrett harmonisierenden Gurt (bitte beim Betrachten des Gesamtkunstwerkes Sonnenbrille tragen). Shortscale.

 


HEAD Bass             Durchgehender Ahorn Hals mit Mahagoni Anleimern und –Vogelaugen Mahagoni Furnier. 888er Mensur für H – E – A - D Stimmung mit entsprechenden Saitenstärken.  Einfassungen an Hals und Korpus. Delano (The Hybrid) Tonabnehmer. Alter Fender –Steg mit Feinstimmern. Leichte GOTOH GB350 Mechaniken (Japan-Import).

 


Longhorn                Hier habe ich einen alten „new old Stock“ Framus?-Hals mit kurzer Mensur verwendet. Der angeleimte Korpus besteht aus Ahorn mit einer aufgeleimten Deckschicht aus Laminat. Dieses erspart die Lackierung der Decke und ist hoch belastbar, da es ja für Fußtritte ausgelegt ist. Saitenhalter und Mechaniken dienten vorher in einem Yamaha Bass. Lipstick Tonabnehmer und von hinten beleuchtetes Schlagbrett.

 


Straight 8                 Unter Verwendung von gebrauchten Teilen eines Lefthand-J-Bass-Nachbaus entstand dieser Bass um eine vor einiger Zeit auf einem Flohmarkt erworbene Schaller-Brücke für einen Achtsaiter. Als Farbe wählte ich Golf, die Farbe meines Autos. 34“-Mensur.

 


High 5                       Nachdem ich schon länger einen fünfsaitigen Hals herumliegen hatte, fand ich einen passenden Korpus (wieder ein J-Bass-Nachbau) dazu, der dazu angenehm leicht ist. Allerdings musste die Halstasche großflächig angepasst und der Steg wegen des Halses erheblich versetzt werden. Als Farbe wählte ich wiederum einen BMW-Ton der 70er Jahre; nämlich Inka.

 


Bassoline                Auch hier wurde ein alter Framus Hals verwendet. Die Form ist an die Halbakustische Gitarre angelehnt und der Korpus hohl. Farbe BMW Chamonix.

 


Upright                     Hier hatte ich ein Ebenholz-Griffbrett als Basis, um dass ich den Rest herumgebaut habe. Der Bau hat mangels Vergleichsinstrumenten und Vorahnung, wie man so etwas baut, sehr lange gedauert.

 


Leichtbass EB                     Hier habe ich konsequent darauf geachtet, Gewicht zu sparen. Erneut wurde ein Shortscale-Framus-Hals verwendet. Der Korpus ist aus Paulownia, einer sehr leichten, aber dennoch stabilen Holzart. Warman-PUs. Die Brücke ist ein Eigenbau aus Aluminium, die leichten Mechaniken sind von Schaller. Spannstababdeckung und E-Fach Deckel sind aus Carbonfaser. Die Farbe ist ein Phosphorlack, der im Dunkeln nachleuchtet. Das Gewicht beträgt rückenschonende 2,5 kg.

 


Leichtbass II                       Auch hier wurde Paulownia als Holz für den Korpus verwendet, um Gewicht zu sparen. Die Titan-Bridge und die leichten Gotoh Mechaniken haben ein Vermögen gekostet. Dabei ist die Brücke noch nicht einmal nennenswert leichter als meine selbstgebaute Alu Brücke. Der Glitter-Lack und die dreidimensionale Oberfläche mit Binding waren sehr aufwendig. Das Gewicht beträgt hier 3,06 kg.

 

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In Arbeit / in Planung:

 


Momentan habe ich gerade einen sechsseitigen Bass, bzw. eine Baritongitarre ähnlich Fender VI (zu hören z.B. auf Let it be von den Beatles) angefangen. Das ist aber noch sehr im Rohzustand, da noch nicht alle Teile vorhanden sind.

 

 

…(to be continued)…




 
 

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